Mutige Aktivist*innen haben sich unter Einsatz ihres Lebens auch während der Assad-Diktatur organisiert. Ende 2023 führte das Engagement sogar zu mutigen Straßenprotesten in Suweida. Heute sorgen die Aktivist*innen für ein Mitspracherecht der Bevölkerung.

Baladi

Baladi fördert politische Bildung im Süden Syriens und leistet zugleich lebenswichtige Nothilfe: Von Empowerment-Programmen bis zur Betreuung der größten Unterkünfte für Vertriebene in Suweida.

SPENDEN
Mutige Aktivist*innen haben sich unter Einsatz ihres Lebens auch während der Assad-Diktatur organisiert. Ende 2023 führte das Engagement sogar zu mutigen Straßenprotesten in Suweida. Heute sorgen die Aktivist*innen für ein Mitspracherecht der Bevölkerung.

Baladi war bereits während der Assad-Diktatur ein Motor politischer Aufklärung. Die Aktivist*innen stärkten das politische und rechtliche Bewusstsein der Bevölkerung in Suweida, mobilisierten breite Teile der Gesellschaft und spielten eine zentrale Rolle bei der Ausweitung der Proteste gegen das Regime im Süden Syriens. Nach dem Sturz Assads rückte Baladi politische Bildung weiter in den Mittelpunkt: Sie empowerten Aktivist*innen, sich in nationalen Dialogprozessen, der Nationalkonferenz und dem Verfassungsausschuss einzubringen. Das Ziel: Die Bevölkerung soll sich selbst repräsentieren können, statt von wenigen Stimmen vereinnahmt zu werden, die im Namen der gesamten Region sprechen. 

Mit den Massakern in Suweida im Juli 2025 änderte sich die Lage vor Ort dramatisch und Baladi reagierte sofort. Die Organisation übernahm die Verwaltung der drei größten Unterkünfte für Vertriebene in Suweida und begann, sie gemeinsam mit lokalen Unterstützer*innen und externen Partner*innen auszustatten. Viele der Neuankommenden hatten extreme Gewalt erlebt: Manche mussten mitansehen, wie Angehörige ermordet wurden; andere erlebten sexualisierte Gewalt durch Sicherheitskräfte und eindringende Stammesmilizen.

Baladi erkannte früh, wie essenziell psychosoziale Unterstützung für diese Überlebenden ist. Deshalb arbeiten sie dort bis heute mit Spezialist*innen für psychologische Unterstützung und psychosoziale Betreuung zusammen. Ein zentraler Baustein, um akute Traumata abzufangen und Schutzräume inmitten der Krise zu schaffen.


Wir gehen morgens aus dem Haus und kommen erst spätabends zurück, um sicherzustellen, dass jede Familie Hilfe erhält.

— Mitglied von Baladi


Baladis Arbeit im Überblick:

  • Politische Bildung und Stärkung zivilgesellschaftlicher Teilhabe in der südlichen Region
  • Empowerment von Aktivist*innen in nationalen Dialog- und Verfassungsprozessen
  • Verwaltung und Ausstattung der drei größten Unterkünfte für Vertriebene in Suweida
  • Psychologische Ersthilfe, psychosoziale Betreuung und Kinderschutz
  • Nothilfe für Überlebende von Gewalt, Belagerung und Vertreibung
  • Aufklärung zu Rechten, Partizipation und nachhaltiger lokaler Organisation

Baladi ist heute mehr als ein politisches Bildungszentrum: Die Aktivist*innen schaffen Schutz, Orientierung und Handlungsspielräume in einer Region, die von Gewalt und Vertreibung erschüttert wurde. Sie arbeiten zugleich an einer Zukunft, in der Menschen in Syrien selbstbestimmt und sicher leben können.

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