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30.06.2026 - Damaskus

Online-Gespräch: Brot und Freiheit

Wie kann die Zivilgesellschaft ihre Freiräume verteidigen?


Termindetails


Online-Veranstaltung aus Damaskus am Dienstag, den 30. Juni, um 17 Uhr auf Zoom

 

Anderthalb Jahre nach dem Sturz Assads ist Syrien im Aufbruch: die Menschen beginnen trotz schwieriger Bedingungen, ihr Land wiederaufzubauen. Dabei sind die Lebensverhältnisse alles andere als einfach: die Preise für Lebensmittel, Strom und Benzin sind stark gestiegen, die Löhne halten nicht Schritt. Es fehlen Arbeit und Wohnraum.

Auch die politischen Institutionen sind noch im Aufbau: Bislang hat die Übergangsregierung Entscheidungen im Alleingang treffen können. Demnächst soll das Parlament endlich zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen – ein enorm wichtiger Schritt, um das politische Vakuum zu beenden. Gerade jetzt kommt es auf die Stärke der Zivilgesellschaft an: auf ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Wiederaufbau des Landes und auf die kritisch-konstruktive Begleitung der Entwicklung in Syrien.

Bei unserer Online-Veranstaltung aus Damaskus sprechen wir mit einer unserer Projektpartnerinnen und zwei Frauenrechtlerinnen über die aktuelle Situation in Syrien:

  • Wie ist die vorübergehende Verhaftung des Social Media-Influencers Hassan Akkad wegen einer Instagram-Kampagne zu bewerten?
  • Wie entwickeln sich die Bedingungen für zivilgesellschaftliche Projekte?
  • Welche Einschränkungen von Aktivitäten gibt es und wie reagiert die Zivilgesellschaft darauf?
  • Wie steht es um Frauenrechte und die Beteiligung von Frauen?
  • Welche Gesetze müssen geändert werden und wie organisieren sich Frauen, um für Gleichberechtigung zu kämpfen?
  • Wie blicken Rückkehrer*innen aus dem Ausland und die Aktivist*innen der friedlichen Revolution auf die aktuellen Entwicklungen?

Wir laden Sie ein zur Diskussion mit:

  • Mariana Karkoutly, Mitbegründerin von HuquqyatSie engagiert sich bei Huquqyat, einer Organisation syrischer Juristinnen, die sich mit einer feministischen Perspektive für die rechtliche Aufarbeitung und Rechenschaft von Verbrechen gegen die Menschlichkeit einsetzen.
  • Alaa Almerie, Mitbegründerin der Organisation SEEN for Civil Peace
    Sie engagiert sich seit vielen Jahren für gesellschaftlichen Zusammenhalt, zivile Konfliktlösung und den Aufbau demokratischer Strukturen in Syrien. Sie lebt in Homs.
  • Hayma Al-Yousfi, Syrian Female Journalists Network’s (SFJN)
    Sie ist eine feministische Forscherin und Menschenrechtsaktivistin und ist General Program Manager beim Syrian Female Journalists Network (SFJN)
  • Sophie Bischoff, Geschäftsführerin Adopt a Revolution
    Die Geschäftsführerin der deutsch-syrischen Solidaritäts- und Menschenrechtsorganisation leitet seit 2013 die Kommunikation mit den Projektpartner*innen von Adopt a Revolution in Syrien und ist derzeit in Damaskus.

Moderation: Ansar Jasim, Beirat von Adopt a Revolution

Wann: Dienstag, 30. Juni, 17 Uhr (MEZ) bis 18:30 Uhr
Wo: Zoom

Wir bitten um vorige Anmeldung mit Angabe Ihres Namens unter der E-Mail-Adresse veranstaltungen@adoptrevolution.org. Sie erhalten anschließend den Zoom-Link für die Veranstaltung.

Das Gespräch findet auf Englisch mit deutschen Untertiteln statt.

Sie sind herzlich eingeladen bei der Veranstaltung Fragen an die Expert*innen zu stellen oder auch einfach nur zuzuhören.

Wir freuen uns über Ihr Interesse!

 

Die Veranstaltung führen wir in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Brot für die Welt durch.