10 Jahre Revolution
Was am 15. März 2011 in Syrien mit friedlichen Protesten begann, ist heute eine Katastrophe mit globalen Folgen. Warum? Was bleibt von der Revolution? War es das wert? Jetzt lesen, sehen, hören, verstehen:
Zum Dossier
Diktatur ist keine Lösung!
Warum gehen die Aufstände in Westasien und Nordafrika weiter? Weil Diktatur keine Lösung ist! Der Titel unserer Zeitung 2020 bezieht sich aber nicht nur auf den 10. Geburtstag des »Arabischen Frühlings«, sondern auch auf die Erosion der westlichen Demokratien!
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Keine Abschiebungen nach Syrien!
Die Innenminister*innen entscheiden in Kürze über den Abschiebungsstopp für Syrien. Einige haben sich für Abschiebungen ausgesprochen. Wir fordern: Keine Abschiebungen in den Folterstaat!
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Corona-Hilfe für Syrien
In den Flüchtlingslagern Nordsyriens sind die Menschen der Pandemie fast schutzlos ausgeliefert. Unsere Partner*innen wollen die Folgen der drohenden Katastrophe abmildern - und brauchen dabei Ihre Hilfe!
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Ausstellung zu DDR und Syrien
So unterschiedlich die Revolutionen 1989 in der DRR und 2011 in Syrien sind: Aktivist*innen beider Aufstände teilen Erfahrungen. Angesichts des Trends hin zum Autoritären müssen wir diese Erfahrungen nutzen.
Infos zur Ausstellung

Syriens Zivilgesellschaft stärken

Im Schatten von Diktatur, Krieg und Terror setzen sich syrische AktivistInnen friedlich für Menschenrechte und Demokratisierung ein. Adopt a Revolution unterstützt seit 2012 gewaltfreie emanzipatorische Projekte in Syrien und in der syrischen Diaspora.

Frauenzentrum Idlib

In Flüchtlingslagern in Nordsyrien hat die Corona-Pandemie verheerende Auswirkungen. Mit Aufklärung und realistisch umsetzbaren Hygienemaßnahmen versuchen die Aktivistinnen des Women Support and Empowerment Centers in Idlib, jeden Ausbruch zu verhindern – und stärken dabei zugleich Frauenrechte.

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Ziviles Zentrum, Atareb

“Wir geben jungen Leuten Alternativen zu Extremismus und Gewalt”, sagt Muhammad Shakrdy, Mitbegründer des Zivilen Zentrums von Atareb.

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Human Rights Guardians

Rund 100.000 Syrerinnen und Syrer verschwanden in Haftzentren oder an Checkpoints. Die Organisation Human Rights Guardians dokumentiert akribisch Einzelfälle und setzt sich für die Aufklärung dieser Verbrechen ein.

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Von Risiken und Nebenwirkungen

Der Wiederaufbau Syriens ist eine Jahrhundertaufgabe. Der Westen muss einen Weg finden, den Menschen zu helfen, ohne das Assad-Regime zu stärken. Unsere neue Studie beleuchtet Strategien, Akteure und Interessen.

Aktuelles

Hintergrund vom

Der Libanon im freien Fall: Zwei Jahre Oktoberrevolution

Vor zwei Jahren forderten Aktivist*innen die korrupten Eliten des Libanon heraus. Die Krise hält an - und heute stellen Milizen das Land vor die Wahl: Stabilität ohne Gerechtigkeit oder Gerechtigkeit ohne Stabilität.
Bericht vom

Wahlboykott im Irak: “Es fühlt sich an wie ein Theaterstück”

Die politische Situation des Irak bleibt instabil. Heute finden Neuwahlen statt, doch sie werden von breiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt. Viele der Oktober-Revolutionär*innen von 2019 und 2020 rufen zum Boykott auf.
Kommentar vom

Zeit für Verantwortung und Gerechtigkeit: Holt alle deutschen IS-Unterstützer*innen zurück!

In einer geheimen Aktion hat die Bundesregierung acht deutsche Unterstützerinnen des »Islamischen Staates« aus Nordost-Syrien nach Deutschland zurückgebracht. Die meisten wurden inhaftiert. Aber einige kamen offenbar frei. Und der Großteil der noch lebenden deutschen IS-Anhänger*innen ist immer noch in Syrien – und dort weiter eine Gefahr. Deutschland muss endlich Verantwortung für seine Terror-Exporte übernehmen!

Themen von Adopt a Revolution

Idlib

Die Region Idlib gehört zu den letzten Landesteilen außerhalb der Kontrolle des Assad-Regimes. Das Regime hat im Zuge seiner bisherigen Offensiven Tausende Kämpfer, aber auch Zehntausende ZivilistInnen und viele zivile AktivistInnen in die von islamistischen Milizen dominierte Region vertrieben. Die humanitäre Situation in Idlib ist schwierig bis katastrophal und kann sich jederzeit durch eine militärische Eskalation weiter verschärfen.

Flucht und Asyl

Fast 6 Millionen SyrerInnen sind vor Krieg und Verfolgung ins Ausland geflohen, rund eine halbe Million von ihnen nach Deutschland. Die zunehmend repressive Asylpolitik Deutschlands und der EU zwingt Flüchtlinge oft auf lebensgefährliche Routen, verhindert in vielen Fällen den Familiennachzug und führt - vor allem an den EU-Außengrenzen - zu menschenunwürdigen Lebensbedingungen.

Der kurdisch geprägte Nordosten

Die kurdisch geprägte Region im Nordosten Syriens wird von der kurdischen Partei PYD bzw. der kurdischen Miliz YPG kontrolliert. Die Situation in der Region gilt, seitdem der »IS« weitgehend vertrieben ist, für Syrien als vergleichsweise stabil, aber auch hier drohen viele Risiken.

»Wir erleben [in Syrien] das politische Komplettversagen sämtlicher internationaler Gremien, von UNO, Weltsicherheitsrat, USA, Nato und Europäischer Union. Aber auch das Ende jeglicher Form eines humanistischen Internationalismus. Außer kleinen (heroischen) Organisationen wie Médecins Sans Frontières oder Adopt a Revolution dominiert massenhaft Ignoranz.«
Die "taz" vom 17. Dezember 2016