27.01.2026 - Berlin

Syrien – Wir sind vielfältig – Ihna mish laun wahid (HBS)

Wie sieht es aus in Syrien, gut ein Jahr nach dem Sturz von Diktator Bashar al-Assad? Ein Diskussionsabend der Heinrich-Böll-Stiftung mit syrischen Expert*innen.


Termindetails


Wie sieht es aus in Syrien, gut ein Jahr nach dem Sturz von Diktator Bashar al-Assad?

In den 14 Jahren seit Beginn der blutigen Niederschlagung der Proteste gegen das Regime haben viele Syrer*innen in und außerhalb des Landes schier Unglaubliches geleistet: Wer geblieben ist, hat oftmals unter schwierigsten Bedingungen die Versorgung der Familie aufrechterhalten, in steter Angst vor Willkür und Gewalt. In Rebellengegenden haben die Verbliebenen ihr Leben selbst organisiert, politische Strukturen geschaffen, Untergrundschulen und -krankenhäuser betrieben und trotz der konstanten Bedrohung durch Geheimdienste, Militär und bewaffnete Gruppen den Alltag aufrechterhalten. Dort, aber auch in der syrischen Diaspora, haben Journalist*innen, Aktivist*innen, Jurist*innen und Künstler*innen dafür gearbeitet, Unrecht zu dokumentieren, aufzuarbeiten und Syrien eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Seither haben Gewalt und Massaker die Küstenregion, aber auch Syriens Süden erschüttert und insbesondere Angehörige religiöser Minderheiten getroffen. Dies hat das Vertrauen in die Übergangsregierung stark erschüttert.

Wie beurteilen Syrerinnen, die sich zwischen hier und Syrien bewegen, die Situation, gut ein Jahr nachdem die syrische Übergangsregierung unter dem ehemaligen Anführer der islamistischen HTS Ahmad al-Sharaa übernommen hat? Wie kann Sicherheit für alle Zivilist*innen in Syrien geschaffen werden? Wie kann bürgernaher Wiederaufbau aussehen? Und wie steht es um die Rolle der Frauen, denen in den Kriegsjahren oft eine besondere Bedeutung zukam und von denen viele sich darum verdient gemacht haben, weiter zu vermitteln, was in Syrien vor sich geht und wie Gerechtigkeit aussehen könnte?

Diese und andere Fragen wollen wir an diesem Abend mit syrischen Expert*innen diskutieren.

Mit:

  • Ahmad al-Mahairy (Architekt, Strategischer Planer, Gründungsmitglied von Together Space)
  • Dr. Chaghaf Howayek (Architektin, Gründungsmitglied von Together Space)
  • Rula Asad (Aktivistin, (Mit) Gründerin des Female Syrian Journalist Networks)
    Yasmin Merei (Journalistin und Aktivistin)
  • Razan Rashidi (Geschäftsführerin, The Syria Campaign)
  • Joumana Seif (Juristin, ECCHR)
  • Jamshid Hussein (Soziologe und Aktivist für die Rechte der Kurden)
  • Petra Stienen (Strategieberaterin für internationale Beziehungen und Menschenrechte und ehemalige Diplomatin in Syrien)

Sprache: Englisch/Arabisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

ACHTUNG: Dies ist eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung. Bitte melden Sie sich hier für diese an.