Gemeinsames Kochen verbindet: Zum Opferfest hat Anbar viele verschiedene Menschen zusammengebracht. Über gemeinsame Aktivitäten und Erfahrungen wird ein sozialer und kultureller Zusammenhalt gefördert.

Ziviles Zentrum Anbar

Das Zivile Zentrum Anbar stärkt junge Menschen in Afrin und Ost-Ghouta und verbindet Regionen, die durch Krieg und Vertreibung getrennt wurden. Mit Dialog, Empowerment und solidarischer Zusammenarbeit schafft es Räume für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

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Gemeinsames Kochen verbindet: Zum Opferfest hat Anbar viele verschiedene Menschen zusammengebracht. Über gemeinsame Aktivitäten und Erfahrungen wird ein sozialer und kultureller Zusammenhalt gefördert.

Das Zivile Zentrum Anbar arbeitet seit Jahren in Azaz (Afrin) unter schwierigen politischen Bedingungen daran, sichere Räume, gesellschaftlichen Dialog und ziviles Engagement zu ermöglichen. Das vielfältige Team besteht aus Personen der lokalen kurdischen Bevölkerung und Binnenvertriebenen aus anderen Landesteilen, insbesondere aus dem Umland von Damaskus. Durch die gemeinsame Arbeit und die geteilte Erfahrung von Vertreibung ist eine starke solidarische Verbindung entstanden. Sowohl z innerhalb des Teams als auch mit den Besucher*innen des Zentrums aus unterschiedlichen Regionen Syriens.

Nach dem Sturz des Regimes konnte ein Teil des Teams nach Ost-Ghouta zurückkehren und dort die Arbeit wieder aufnehmen. Beide Standorte stehen heute in engem Austausch. Diese Verbindung trägt sichtbare Früchte: So organisierte das Team aus Ost-Ghouta eine Ausstellung und einen Kulturabend in Damaskus mit Beiträgen von Jugendlichen aus beiden Zentren, darunter auch kurdische Musik. Für 2026 ist ein gemeinsames Festival als sichtbares Zeichen solidarischer Zusammenarbeit zwischen Afrin und Ost-Ghouta geplant.

In Afrin liegt der Schwerpunkt auf der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Menschen. Kurse, Workshops und Freizeitangebote stehen sowohl jungen Kurd*innen als auch Vertriebenen offen und stärken sie darin, ihre Stimme zu finden, sich gesellschaftlich zu engagieren und Brücken zu anderen Regionen Syriens zu schlagen. Ergänzend dazu arbeitet das Zentrum weiterhin in ländlichen Gemeinden Afrins zu Dialog, gesellschaftlichem Zusammenhalt und dem Abbau von Vorurteilen.

In Ost-Ghouta konzentriert sich die Arbeit auf Vernetzung und Empowerment von Revolutionär*innen der ersten Stunde und jungen Menschen in einer besonders stark von Gewalt und Zerstörung betroffenen Region. Workshops, Trainings und Veranstaltungen zu Transitional Justice, zu den Rechten von Betroffenen und zur Sichtbarmachung ihrer Stimmen stärken ihre Handlungsmöglichkeiten. Ergänzend fördert das Zentrum ehrenamtliches Engagement, setzt wirtschaftliche Empowerment-Kurse für Frauen fort und qualifiziert junge Menschen für Tätigkeiten in lokalen Verwaltungsstrukturen.


Ich glaube an das syrische Volk und ich glaube an unsere gemeinsame syrische Identität. Deshalb verbindet unsere Arbeit Menschen und schafft neue Räume für Solidarität, Teilhabe und gemeinsame Verantwortung.

— Amer Zeidan, Leiter des Anbar-Zentrums


Die Arbeit des Zivilen Zentrums Anbar im Überblick:

  • Stärkung von Jugendlichen und jungen Menschen in Afrin durch Kurse, Workshops und Freizeitangebote

  • Förderung politischen und gesellschaftlichen Engagements junger Menschen

  • Dialog- und Empowerment-Arbeit in ländlichen Gemeinden Afrins

  • Vernetzung und Empowerment von Aktivist*innen und jungen Menschen in Ost-Ghouta

  • Arbeit zu Transitional Justice und zur Stärkung der Rechte von Betroffenen

  • Förderung ehrenamtlichen und freiwilligen Engagements in Ost-Ghouta

  • Wirtschaftliches Empowerment von Frauen durch handwerkliche Kurse

  • Aufbau von Brücken zwischen Afrin, Ost-Ghouta und weiteren Regionen Syriens

Das Zivile Zentrum Anbar verbindet lokale Arbeit mit einer überregionalen Perspektive. Es schafft solidarische Räume über regionale, ethnische und soziale Grenzen hinweg und stärkt Menschen darin, ihre Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

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