Aktuelles

Bericht vom

Dieses Folter-Urteil muss ein Anfang sein – nicht das Ende

Lebenslange Haft lautet das Urteil des Oberlandesgericht Koblenz für Anwar R., einen ehemaligen Geheimdienstler, der unter anderem Folter in über 4000 Fällen und mindestens 27 Morde im Al-Khatib-Gefängis verantwortet. Überlebende des Assadschen Folterregimes und Hinterbliebene der Opfer sehen das Urteil als ein wichtiges Zeichen - aber nicht als Genugtuung. Denn in Syrien dauert die Folter an. Daran haben heute in Koblenz etliche Menschen erinnert.
Aus unseren Projekten vom

Urteil in Koblenz: Ein erster, winziger Schritt

Das Oberlandesgericht Koblenz hat den ehemaligen syrischen Geheimdienstoffizier Anwar R. wegen tausendfacher Folter, Dutzenden Morden und sexualisierter Gewalt zu X Jahren Haft verurteilt. Erstmals wird damit ein höherer Offizier des Assad-Regimes wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit belangt. Wie bewerten Syrer*innen das Urteil und den Prozess?
Pressemitteilung vom

»Urteil darf kein Feigenblatt für politische Untätigkeit sein!«

Pressemitteilung zum Koblenzer Prozess zu Staatsfolter in Syrien: Bundesregierung muss Bundes-Abschiebestopp für Syrien schaffen / Zwang zum Passkauf bei Assads Botschaften beenden / Legale und sichere Fluchtwege eröffnen / Internationale Rehabilitierung des Assad-Regimes verhindern / Folter in Syrien dauert Tag für Tag an
vom

In Idlib beginnt 2022 mit russischen Kriegsverbrechen – und die Bundesregierung schweigt

Mutmaßlich russische Luftangriffe haben in der Region Idlib landwirtschaftliche Betriebe und ein wichtiges Wasserpumpwerk zerstört sowie etliche Zivilist*innen getötet. Die neue Bundesregierung hat sich nicht geäußert – dabei sollte sie jetzt Alles daran setzen, dass Putin die Angriffe auf die zivile Infrastruktur einstellt. Die Bevölkerung Nordwestsyriens braucht dringend internationalen Schutz.
Aus unseren Projekten vom

»Viele haben nie eine Schule besuchen können«

Warum organisieren unsere Partner*innen Kurse zum Personenstandsrecht in im Schlamm versinkenden Flüchtlingslagern? Das und vieles mehr hat uns die Leiterin eines von uns unterstützten Frauenzentrums in Idlib über ihre Arbeit erklärt.
Kurz Erklärt vom

Wie Erdoğans Geldpolitik die Türkei und Nord-Syrien weiter in die Krise treibt

Warum verliert die türkische Lira immer weiter an Wert? Wie verursacht Erdoğan diese Inflation? Der Blick auf die Türkei und auf die Region Idlib zeigt, wie ein realitätsfremder Chauvinist Millionen von Menschen an den Rand ihrer Existenz bringt.
Interview vom

„Niemand interessiert sich für dein Leben“

Sami ist aus Syrien über Belarus und Polen nach Deutschland geflohen. Im Interview erzählt er, wie seine Flucht aussah und wie desaströs die menschenrechtliche Situation ist - in Syrien, aber auch an der europäischen Außengrenze.
Aus unseren Projekten vom

Solidarität mit Syriens Binnenvertriebenen!

Im Norden Syriens leben Millionen Binnenflüchtlinge in Zelten, Hütten und Ruinen. Viele haben nicht genug zu essen, kein sauberes Wasser, keine Heizmöglichkeiten, kaum medizinische Versorgung. Wir rufen daher zum Jahresende zum Spenden auf - für unsere Partnerprojekte in Nordsyrien, die Menschen in Flüchtligslagern beistehen.
Kommentar vom

Straflosigkeit ist keine Option

Wer Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortet, muss sanktioniert werden. Die Sanktionen gegen das Assad-Regime sind im Interesse aller, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen – weltweit. Ein Kommentar von Anwar al Bunni
Interview vom

»Die Sanktionen sind ein Zeichen der Hilflosigkeit des Westens«

In der syrischen Disapora werden die gegen das Assad-Rehime erlassenen Sanktionen kontrovers diskutiert. Inwiefern erreichen die Sanktionen ihr Ziel, das Assad-Regime zu einer Verhaltensänderung zu bewegen? Inwiefern schaden sie der syrischen Zivilbevölkerung? Wir haben die Wirtschaftswissenschaftlerin Salam Said um eine Einschätzung gebeten.