Syrien im Aufbruch – eine Chronologie

Zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Stimmen aus Syrien seit dem Sturz des Assad-Regimes am 8. Dezember 2024.

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie fasst zentrale politische, gesellschaftliche und sicherheitsrelevante Entwicklungen des vergangenen Jahres in Syrien zusammen. Die einzelnen Monate sind zum Aufklappen gestaltet: ein Klick auf die jeweilige Monatsüberschrift öffnet die detaillierten Ereignisse.

NOVEMBER 2024

Der Monat markiert den Beginn des Endes des Assad-Regimes. Dessen massive Angriffe auf Idlib und die Offensive auf Aleppo prägen die Lage.

27.11. Beginn der Offensive

Eine Koalition syrischer Rebellengruppen, angeführt von Hay’at Tahrir al-Sham (HTS) und unterstützt von verbündeten, türkeinahen Gruppen der Syrischen Nationalarmee (SNA), startet eine Offensive gegen die Streitkräfte des Baath-Regimes in den Gouvernements Idlib, Aleppo und Hama. Sie begann als lokale Offensive, die sich auf Städte im ländlichen Umland von Idlib und Aleppo konzentrierte, entwickelte sich jedoch später zu einer landesweiten Kampagne, die schließlich im Sturz des Regimes von Bashar al-Assad gipfelte.

In den Tagen bis zum 8. Dezember bombardiert das Assad-Regime insbesonders die Region Idlib heftig. Auch in Suweida dominiert die Angst vor Luftangriffen, Militärflugzeuge kreisen über der Region in Südsyrien. 

Heute Morgen haben das Assad-Regime und sein Verbündeter Russland begonnen, Raketenwerfer einzusetzen. Sie haben sie gerade gestartet, aus der Gegend von Sarmada. Auch in der Gegend von Hazano, in der Nähe der Straße nach Idlib, gab es vor kurzem Raketenbeschuss. Die Umgebung von Idlib, wie Sarmin, wird ebenfalls bombardiert, und die Menschen fliehen von dort. Einige Straßen sind gesperrt und nur noch für militärische Zwecke geöffnet. Aktuell gibt es in Idlib selbst noch keine große Gefahr. Aber Schulen sind geschlossen, alles ist lahmgelegt, nur die Krankenhäuser behandeln noch dringende Notfälle. Geschäfte haben geschlossen, alles ist zu. Ich weiß nicht, wie sich das entwickeln wird, vielleicht eskaliert es heute Nacht oder morgen. Vorhin gab es jedenfalls wieder Raketenbeschuss.  

— Anas Al-Rawi, Leiter des Hooz-Zentrums in Azaz

DEZEMBER 2024

Für die Menschen in Syrien markiert der Kollaps des Assad-Regimes einen epochalen Wendepunkt. Unbändige Freude und Erleichterung prägen die erste Zeit nach der Befreiung. Gefängnisse und Folterkeller werden geöffnet, Hunderttausende suchen nach Angehörigen. Eine Übergangsregierung formiert sich, erste lokale Milizen werden aufgelöst.

02.12. Start Offensive auf Aleppo

08.12. Kollaps des Assad-Regimes

… durch eine Koalition aus Hai’at Tahrir al-Sham (HTS) und anderen oppositionellen Kräften unter Anführung von HTS-Führer Al-Jolani (heute Ahmad al-Sharaa). Die Gefängnisse und Folterkeller werden geöffnet und Gefangene befreit. Viele Menschen strömen zu den Gefängnissen in der Hoffnung, dort Angehörige zu finden. Die Mehrheit wird enttäuscht.

13.12. Zehntausende feiern den Sturz des Assad-Regimes auf öffentlichen Plätzen in ganz Syrien

24.12. Erste Abkommen zur Auflösung lokaler Milizen und Eingliederung in die syrische Armee (ohne SDF und weitere kleinere)

Hochrangige Milizenführer, denen schwere Menschenrechtsverbrechen vorgeworfen werden, erhalten Posten im Verteidigungsministerium.

09.-15.12. Bildung einer vorläufigen Regierung unter Übergangspräsident Ahmedal-Sharaa

JANUAR 2025

Die Übergangsregierung konsolidiert erste Strukturen. Ein wichtiges Signal ist die Verhaftung von Atef Najib in Latakia.

04.-06.01. Menschenrechtsorganisationen und lokale Komitees beginnen, erste vorläufige Listen der Freigelassenen und der weiterhin Verschwundenen zu veröffentlichen.

10.01. In mehreren Regionen (u. a. Idlib und Rif-Aleppo) treten lokale Kommandanten zurück oder übergeben ihre Waffenbestände an die Übergangsregierung.

15.01. Die Übergangsregierung verabschiedet eine Not-Haushaltsordnung, um Gehälter für Gesundheits-, Bildungs- und Verwaltungsstrukturen sicherzustellen

18.01. In Deir ez-Zor kommt es zwischen verbliebenen Regimetreuen, lokalen Stämmen und teils IS-nahen Gruppen zu schweren Auseinandersetzungen

18./19.01. Nach Hinweisen ehemaliger Gefangener und Angehöriger beginnen lokale Rettungsteams und medizinische Expert*innen mit der Untersuchung mehrerer mutmaßlicher Massengräber in den Außenbezirken von Damaskus sowie im Umland von Hama

20.01. Die Übergangsregierung hebt Pressezensur offiziell auf und erteilt Journalist*innen lokale Akkreditierungen

29.01. Bei der “Konferenz zur Verkündung des Sieges der Revolution des syrischen Volkes“ wird der Sieg über das Assad-Regime verkündet

Al-Sharaa erklärt sich zum Übergangspräsident und setzt die Verfassung von 2012 außer Kraft. Außerdem löst er alle Parteien, Gewerkschaften und Verbände auf.

30.01. Eine Expertengruppe legt ein Papier vor, das Verwaltungsbezirke stärken soll.

Ein Konfliktthema, das im April/Mai spürbar wird.

31.01. Atef Najib, einen Cousin von Bashar al-Assad, wird in Latakia verhaftet.

Najib koordinierte 2011 die Verhaftung und Folter der Kinder von Daraa, darunter Hamza al-Khateeb. Najibs Verhaftung löst landesweite Diskussionen über die Aufarbeitung früherer Regimeverbrechen aus; in Daraa kommt es zu spontanen Feiern und Mahnwachen.

FEBRUAR 2025

Politische Öffnung und internationale Kontakte dominieren den Monat. Die Nationale Dialogkonferenz in Damaskus setzt Impulse für eine neue Verfassung. Zugleich protestieren Syrer*innen landesweit gegen israelische Einmischung. Erstmals setzt die EU Sanktionen teilweise aus.

01.02. Die Übergangsregierung richtet einen nationalen Krisenrat ein, der Versorgungslage, Sicherheit, Energie und Preise koordiniert.

Schwerpunkt: Stabilisierung von Treibstoff- und Brotversorgung.

02.02. Erstmals öffentliche Trauer- und Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Massakers in Hama 1982.

Bei dem Massaker wurden ca 40.000 Menschen ermordet.

06.02. “Caesar” gibt sich zu erkennen und präsentiert sich das erste Mal der Weltöffentlichkeit.

50.000 Fotos von Folteropfern des Assad-Regimes hatte Farid Al-Madhan unter Lebensgefahr 2013 ausser Landes geschmuggelt.

07.02. Die Übergangsregierung erlässt Amnestie für politische Häftlinge sogenannter niedriger Gefährdungsstufen

Viele bereits Freigelassene werden offiziell rehabilitiert; einigen wird eine Wiederaufnahme von Arbeit und Studium ermöglicht.

12.02. Übergangspräsident Al-Sharaa nimmt das erste Mal direkt Kontakt mit dem russischen Präsidenten und Assad-Verbündeten Putin auf

13.02. Das Wohnungs- und Wiederaufbauministerium startet eine erste Schadensdokumentation, vor allem in Aleppo, Rif-Damaskus und Homs

18.02. In Aleppo, Idlib und Suweida kommt es zu Protesten gegen die Ernennung ehemaliger Milizenführer ins Verteidigungsministermium

Ihnen werden Menschenrechtsverbrechen vorgeworfen.

23.02. Landesweite Proteste, darunter auch in Suweida, Damaskus und Qunteira, nachdem Israels Premierminister Netanjahu deren Entmilitarisierung forderte und eine mögliche israelische Einmischung in Syrien ins Spiel gebracht hat

24./25.02. Durchführung der Syrischen Nationalen Dialogkonferenz in Damaskus

Das Ziel: einen inklusiven politischen Dialog zu etablieren und die Grundlage für eine neue Verfassung zu schaffen. Kritiker*innen bemängeln fehlende Transparenz sowie Repräsentanz verschiedener Bevölkerungsgruppen.

24.02. Die EU setzt Sanktionen teilweise aus

Darunter das Importverbot für Rohöl aus Syrien sowie das Exportverbot für Technologien in die Öl- und Gasindustrie. 

28.02. Einberufung einer “Hohen Kommission für Verschwundene”

29.02. Einrichtung eines „Koordinationsbüros für Übergangsjustiz“

MÄRZ 2025

Zwischen politischen Fortschritten und schweren Rückschlägen: Massaker an der alawitischen Minderheit und zähe Verhandlungen über die Integration der SDF prägen diesen Monat. Gleichzeitig zeigt die Geberkonferenz internationale Unterstützung, wenn auch geringer als erhofft.

02.03. Die neu eingerichtete Hohe Kommission für Verschwundene veröffentlicht einen ersten Zwischenbericht mit ca. 12.000 registrierten Fällen, die seit Dezember gemeldet wurden

06.-9.03. Massaker in der Küstenregion, vor allem im ländlichen Umland von Tartus und Latakia, an alawitischer Minderheit

Bewaffnete, teils unklare Gruppierungen greifen Zivilist*innen an. Es kommt zu systematischen Hinrichtungen, Plünderungen und Vertreibungen. Die Übergangsregierung reagiert verspätet und schickt erst am 8. März Einheiten zur Stabilisierung der Region

10.03. Abkommen zwischen Übergangsregierung und SDF, u. a. über die Eingliederung der SDF in die syrische Armee

Die Umsetzung ist bis Ende 2025 geplant, die Verhandlungen zu Details dauern bis heute an. Die Frage der Dezentralisierung bleibt strittig.

13.03. Al-Sharaa unterschreibt die neue Übergangsverfassung, die für eine Übergangsphase von fünf Jahren gilt

Diese etabliert ein Präsidialsystem, das dem Präsidenten umfassende Befugnisse verleiht. Kritiker*innen warnen, dass die starke Machtkonzentration den Präsidenten praktisch unkontrollierbar machen könnte, da das Parlament in seiner Kontrollfunktion erheblich eingeschränkt wird. 

15.03. Landesweite Feiern zum Jahrestag der Revolution

17.03. Bei der Syrien-Geberkonferenz werden 5,8 Milliarden US-Dollar zugesagt

Weniger als noch im Vorjahr. 

31.03. Übergangspräsident Al-Sharaa ernennt das Kabinett der Übergangsregierung

APRIL 2025

Der Monat bringt militärische Entspannung und erste sicherheitspolitische Veränderungen. Der Rückzug der SDF aus Aleppo und die Reduzierung von Checkpoints in Afrin schaffen neue Handlungsspielräume. Der Konflikt um Dezentralisierung bleibt jedoch ungelöst.

04.04. Auflösung mehrerer pro-regimnaher Milizen in Hama und Homs

Übergangskräfte sichern Waffenlager und entwaffnen rund 600 Kämpfer. Einige Milizenführer fliehen in Richtung Küstenregion.

05.04. SDF ziehen sich aus Aleppo zurück

08.04. Pro-türkische Milizen, insbesondere die Syrian National Army (SNA), reduzieren ihre militärische Präsenz und Checkpoints in Afrin

09.04. Veröffentlichung eines Entwurfs für ein Übergangsmediengesetz

Dieses soll Pressefreiheit garantieren, zugleich aber Hassrede und Aufrufe zu konfessioneller Gewalt unter Strafe stellen.

12.04. Erste öffentliche Anhörung von Überlebenden aus Sednaya und Adra

Unter Teilnahme von syrischen Jurist*innen und internationalen Beobachter*innen berichten Überlebende in Damaskus und Idlib über Folter und Verschwindenlassen.

15.04. In Suweida flammen lokale Proteste auf

Es werden Garantien gegen Vergeltungsaktionen, mehr regionale Autonomie und Aufklärung über die Morde im März gefordert.

19.04. Bildung eines „Rates für Minderheitenschutz“

Auf Druck von zivilgesellschaftlichen Organisationen setzt die Übergangsregierung ein Gremium ein, das Übergriffe dokumentiert und Schutzmechanismen entwickeln soll.

23.04. Türkische Vermittler leiten ein Treffen zwischen Russland und Al-Sharaa in Ankara

Die Themen: Der Abzug russischer Einheiten, Luftüberflugrechte und mögliche Garantien für Minderheiten

26.04. Kurdischer Kongress fordert Dezentralisierung in Syrien

Die Übergangsregierung lehnt diese Forderung ab

27.04. Großdemonstration in Damaskus für eine zivile Verfassung

Tausende versammeln sich vor dem (neu besetzten) Parlamentsgebäude; es kommt zu vereinzelten Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

MAI 2025

Konfessionell motivierte Gewalt erschüttert drusische Gebiete, wird aber lokal abgefedert durch neue Sicherheitsabkommen zwischen Drusenführern und der Übergangsregierung. Parallel nutzt der IS die fragile Lage für Rekrutierungsaufrufe. Die EU hebt weitere Wirtschaftssanktionen auf.

04.05. UN warnt vor zunehmenden Angriffen des IS im Osten

UN-Beobachter dokumentieren mehrere koordinierte Angriffe in Deir ez-Zor und Raqqa

6.05. Sicherheitsabkommen zwischen Drusenführern und Übergangsregierung

12.05. Die Kommission für Übergangsjustiz nimmt offiziell die Arbeit auf

Zivilgesellschaftliche Organisationen üben deutliche Kritik am Mandat, an der Zusammensetzung und am Verfahren der neuen Kommission und bemängeln eingeschränkte Zuständigkeiten, fehlende Unabhängigkeit und eine selektive Fokussierung auf Assad-Verbrechen.

13.05. US-Präsident Donald Trump kündigt in Riad die endgültige Aufhebung der US-Sanktionen an

14.05. Der sogenannte Islamische Staat (IS) ruft ausländische Kämpfer auf, nach Syrien zu kommen

27.05. In Teilen von Aleppo und Hama kommt es zu Protesten gegen Stromausfälle, steigende Preise und stillstehende Fabriken

28.05. EU hebt Wirtschaftssanktionen im Banken-, Energie- und Verkehrsbereich gegen Syrien auf

29.05. Veröffentlichung des „Nationalen Sicherheitskonzepts 2025-2027”

Das Dokument legt Grundlagen für Reform der Polizei, Geheimdienste und Grenzsicherung.

JUNI 2025

Der Juni bringt vorsichtige strukturelle Fortschritte. Gleichzeitig bleibt die Sicherheitslage angespannt, insbesondere in Daraa, Aleppo und im Osten, wo IS-Aktivitäten erneut zunehmen.

06.06. Der ungeklärte Mord an einem bekannten Lokalaktivisten führt zu
mehrtägigen Protesten in Daraa

Die Übergangsregierung entsendet Vermittler, um eine Eskalation zu verhindern.

07./08.06. Zweites Treffen zwischen Übergangsregierung und kurdischen Delegationen

Diskutiert werden kulturelle Rechte, kommunale Selbstverwaltung und die Umsetzung des
SDF-Integrationsabkommens. Fortschritte bleiben begrenzt, aber beide Seiten bewerten den Dialog positiv.

19.06. Erste Entwürfe für ein Parteiengesetz veröffentlicht

Der Gesetzesentwurf erlaubt erstmals seit Jahrzehnten die Gründung freier politischer Parteien, unterliegt aber Grundbedingungen demokratischer Standards.

21.06. Sicherheitskräfte stoppen einen geplanten Terrorangriff des IS auf einen Markt in Raqqa

Der Vorfall bestätigt eine steigende IS-Aktivität im Nordosten.

22.06. Bei einem Selbstmordanschlag des IS auf die Mar-Elias-Kirche in Damaskus sterben 25 Menschen, 63 Personen werden verletzt.

23.06. Nationale Gewerkschaften konstituieren sich neu

Mehrere Arbeitssektoren (Gesundheit, Bildung, Transport) wählen interimistische Gewerkschaftsführungen – ein Meilenstein für die Zivilgesellschaft.

JULI 2025

Die Gewalt flammt erneut auf und zeigt die fragile Sicherheitslage in Syrien: In Suweida eskalieren Kämpfe, israelische Luftangriffe treffen Ziele in der Region Damaskus.

13.-20.07. Massaker in Suweida

Bei verheerenden Gefechten zwischen Drusen-Milizen, Regierungstruppen und beduinischen Gruppen werden zahlreiche Menschen getötet, darunter Zivilist*innen und ganze Familien. Betroffene berichten von öffentlichen Hinrichtungen, dem gezielten Beschuss von Wohnvierteln sowie massiven Zerstörungen.

15.07. Journalist*innen decken auf, dass mehrere frühere Regimeoffiziere weiterhin Einfluss in lokalen Sicherheitsstrukturen ausüben

Die Regierung kündigt Untersuchungen an.

AUGUST 2025

Der Monat steht im Zeichen der Aufarbeitung: Erstmals findet eine öffentliche, kollektive Erinnerung an den Giftgasangriff von 2013 statt. Zivilgesellschaftliche Initiativen fordern Wahrheit, Gerechtigkeit und die Öffnung weiterer Archive und Massengräber.

08.08. In Hasaka findet die Minderheitenkonferenz statt

Mehr als 500 Delegierte verschiedener Ethnien und Religionen erarbeiten eine Vision für ein demokratisches und pluralistisches Syrien, die sie in einem Manifest formulieren.

21.08. Erste Mal öffentliche, kollektive Erinnerung an die Opfer des Giftgasangriffs 2013 in Ost-Ghouta

Angehörige, Aktivist*innen und lokale Initiativen nutzen den Tag, um an die Verbrechen der vergangenen Jahre zu erinnern und die Bedeutung von Aufarbeitung und Anerkennung sichtbar zu machen.

SEPTEMBER 2025

Ein bedeutender Wendepunkt für Afrin: Die Türkei zieht ihre verbliebenen Kräfte ab.

16.09. Vollständiger Rückzug der türkischen Streitkräfte und der verbliebenen protürkischen Milizen aus Afrin

Sicherheitskräfte unter Kommando von Damaskus übernehmen die Kontrolle.

24.09. Nach fast sechzig Jahren nimmt erstmals wieder ein syrischer Staatschef an der UN-Generalversammlung in New York teil

OKTOBER 2025

Der Monat bringt politische Weichenstellungen: Die ersten indirekten Parlamentswahlen seit dem Sturz Assads finden statt, begleitet von Spannungen und punktuellen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den SDF in Aleppo.

05.10. Durchführung der ersten indirekten Parlamentswahlen seit dem Sturz Assads.

Die Ergebnisse sind umstritten, ebenso wie der Wahlprozess. Die Ergebnisse zeigen kaum Vielfalt, Frauen stellen nur knapp drei Prozent der Gewählten. Die Sitze für Suweida, Hasaka und Raqqa bleiben unbesetzt, da dort keine Wahlen stattfanden. Ebenso bleiben 70 weitere Plätze bisher unbesetzt, die durch Al-Sharaa besetzt werden. 

6.10. Kämpfe zwischen Regierungstruppen und SDF in Aleppo

NOVEMBER 2025

In Aleppo beginnt ein historischer Prozess.

18.11. Prozess in Syrien wegen Massaker an der Küste im März beginnt.

Vor Gericht stehen zunächst 14 Personen, insgesamt wird gegen 560 ermittelt.