Nur zwei Monate nach den Massakern an der syrischen Küste erlebte nun der Süden des Landes eine Welle der Gewalt. Damit wird deutlich: Von einem Einzelfall kann nicht mehr gesprochen werden, vielmehr zeichnet sich ein bedrohliches Muster aus Verbrechen und Rechtsverletzungen ab, das sich durch Syrien zieht.
Russland ist verantwortlich für unermessliches Leid in Syrien – durch Kriegsverbrechen, gezielte Zerstörung und politische Rückendeckung für das Assad-Regime. Jetzt nutzt Moskau die wirtschaftliche Not des Landes, um sich erneut Einfluss zu sichern. Die Rechnung zahlt einmal mehr die syrische Bevölkerung.
Neue Regierung, alte Fragen: Während das neue Kabinett der syrischen Übergangsregierung durch religiöse und gesellschaftliche Vielfalt überzeugen will, spaltet die Übergangsverfassung. Was steht drin und wer fühlt sich wirklich vertreten?
Trotz erdrückender Beweise blieb das Assad-Regime für den Einsatz von Chemiewaffen bislang straffrei. Neue Funde belegen nun, dass die Bestände nie vollständig vernichtet wurden. Mit dem Sturz des Regimes stellt sich nun die drängende Frage: Wann kommt es endlich zur juristischen Aufarbeitung – und zur Aufklärung der Täterschaft hinter den zahlreichen weiteren Giftgaseinsätzen?
Nach den Massakern in Syrien, die vor allem die alawitische Gemeinschaft in der Küstenregion trafen, herrschen weiterhin Angst und Ungewissheit. Ein Aktivist, dessen Dorf stark betroffen war, betont die Notwendigkeit der Entwaffnung.
Hunderte Menschen sind letzte Woche in Syrien grausamen Verbrechen zum Opfer gefallen. Zusätzlich behindert gezielte Desinformation die Aufarbeitung und fügt den Opferfamilien weiteres Leid zu. Anas Al-Rawi, Leiter der zivilen Hooz-Zentren, spricht über die verheerenden Folgen von Falschinformationen.
Die Eskalation der Gewalt in Syrien ist kein isoliertes Ereignis, sondern Teil eines lange andauernden Musters. Warum Wahrheitsfindung und rechtliche Aufarbeitung unerlässlich sind – und welche Rolle zivilgesellschaftliche Initiativen dabei spielen, erläutert eine syrische Juristin im Interview.
Nach langen Verhandlungen haben sich die syrische Übergangsregierung und die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) auf ein Abkommen geeinigt. Die Zukunft der nordöstlichen Region galt als eine der komplexesten Fragen beim Aufbau eines neuen Syriens.
Am 15. März feiern Syrer*innen den Revolutionstag – erstmals ohne Assad. Doch die jüngste Gewalt zeigt: Der Kampf ist nicht vorbei. Unsere Partnerin Safa Kamel war in den betroffenen Gebieten.
Die jüngsten Massaker an der syrischen Küste werfen einen dunklen Schatten auf die Zukunft des Landes. Die Zivilbevölkerung fordert eine unabhängige Justiz und eine lückenlose Aufarbeitung der Verbrechen.
