Hintergrund vom

„Dónde están?“ – Wo sind sie?

Das Verschwindenlassen gehört zu den perfidesten Methoden, die Diktaturen anwenden, um den Widerstand ihrer politischen Gegner zu brechen. Die meisten von ihnen tauchen nie wieder lebend auf. Sie werden verhaftet, gefoltert, ermordet und ihre Leichen an geheimen Orten verscharrt. Es handelt sich nicht um geheime Morde; sie werden begangen mit der Absicht, sie zu vertuschen und ihre juristische Aufklärung zu erschweren oder gar zu verhindern. Denn mit dem Verschwinden der Körper verschwinden auch die Beweise.
Kommentar vom

Der Folter in Syrien entkommen: “Ich lebe jeden Tag in dem Wissen, dass ich nur aufgrund meines deutschen Passes nach Hause gekommen bin.”

Martin Lautwein saß 48 Tage in einem syrischen Foltergefängnis. Jetzt schließt er sich der Klage gegen Folterer des Assad-Regimes an - und geht mit seinen Erlebnissen an die Öffentlichkeit. Hier begründet er seinen mutigen Schritt und weist darauf hin, dass andere noch immer und noch viel mehr unter der Gewalt in Syriens Gefängnissen leiden. Ein Statement.
Hintergrund vom

System Assad: Willkür ist kein Bug, sondern ein Feature

Das Assad-Regime und seine russischen Verbündeten verbreiten international, Syrien sei wieder sicher und Geflüchtete könnten zurück. Tatsächlich wagen nur wenige die Rückkehr – aus Furcht vor Willkür und Verfolgung. Ein neuer Bericht des SNHR unterstreicht: Diese Furcht ist begründet.
Hintergrund vom

“Der UN-Sicherheitsrat hat bei den syrischen Häftlingen und ihren Familien völlig versagt!”

Am 7. August befasste sich der UN-Sicherheitsrat das erste Mal mit den derzeit knapp 100.000 veschwundenen Menschen in Syrien. Hala Al-Ghawi und Amina Khoulani von Families For Freedom haben in New York vor dem Gremium gesprochen. Wir haben die ergreifende Rede ins Deutsche übersetzt.
Hintergrund vom

Meine drei Brüder

Im Sommer 2018 begann das Regime damit, tausende Gefangene für tot zu erklären. Unter den Namen der Opfer fanden sich auch Angehörige von Amina. Dies ist ihre Geschichte.
Aus unseren Projekten vom

»Wir zeigen, was Gefangenschaft bedeutet«

Unser Partner Rami A. hat in Idlib eine kleine Theater-Gruppe gegründet. Ihr erstes Stück hätte eigentlich gerade Premiere feiern sollen, doch dann kamen Luftangriffe dazwischen. Ein Interview über Theater, Dschihadismus und die Bombardierungen auf Idlib.
Veranstaltung vom

Demonstration zum 8. Jahrestag der Revolution

Kälte und Dauerregen? Egal! Rund 500 TeilnehmerInnen machten die Demonstration zum 8. Jahrestag des Aufstands in Syrien zum stimmungsvollen Fest mit der Forderung nach Gerechtigkeit und dem Ende der Diktatur.
Aus unseren Projekten vom

Wie syrische AktivistInnen die Aufklärung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit unterstützen

In Syrien sind rund 100.000 Menschen in Foltergefängnissen „verschwunden“. Damit diese Verbrechen eines Tages aufgeklärt werden können, müssen die einzelnen Fälle akribisch dokumentiert werden. Die Human Rights Guardians haben sich dieser Aufgabe verschrieben.
Hintergrund vom

Endlich vor Gericht: Folter und Mord in syrischen Gefängnissen

Die syrischen Geheimdienste haben Zehntausende Menschen inhaftiert, gefoltert und ermordet, rund 100.000 Menschen gelten bis heute als verschwunden. Bislang mussten die Verantwortlichen kaum Strafverfolgung fürchten, aber das ändert sich – unter anderem dank zivilgesellschaftlicher Initiativen.
Kommentar vom

»Ich werde niemals schweigen!«

Ihr Mann und ihr Sohn gelten seit sechs Jahren als verschwunden, doch in Europa scheinen sich viele damit abfinden zu wollen, dass die Diktatur in Syrien weiterbesteht - deshalb will Fadwa Mahmoud von den "Families for Freedom" zu den Verbrechen in Syrien nicht schweigen. Ein Beitrag aus unserer neuen Zeitung.