Mindestens 400 Menschen wurden während der letzten fünf Tage in Ost-Ghouta getötet, tausende weitere wurden verletzt. Seit Tagen harren die Menschen dort in stickigen Kellern aus, um sich vor den Bomben Assads und Russlands zu schützen. Lebensmittel und Medikamente sind rar - und ein Ende des Grauens ist nicht in Sicht. Zivile Aktivisten vor Ort berichten.
Partnerorganisationen berichten von dramatischer Versorgungslage / Nach Russlands Blockade im Weltsicherheitsrat sofortige Einbestellung des Botschafters gefordert / Proteste am Wochenende auch in Deutschland geplant.
Angriffe richten sich direkt auf die Zivilbevölkerung / Bundesregierung muss Russland in die Pflicht nehmen / Dramatische Berichte von Partnern vor Ort.
Seit Anfang der Woche starben rund 300 Menschen durch Luftangriffe und Granatbeschuss in Ost-Ghouta bei Damaskus. Das Assad-Regime und Russland legitimieren ihre Angriffe mit dem Hinweis, sie gingen gegen Terroristen vor. Ungeachtet der Tatsache, dass die Angriffe offensichtlich vor allem ziviler Infrastruktur gelten und damit humanitäres Völkerrecht brechen: Wer sind die bewaffneten Gruppen, die Ost-Ghouta kontrollieren?
Seit Anfang Februar ist die bereits zuvor dramatische Lage in Ost-Ghouta weiter eskaliert. Allein in den letzten zwei Tagen starben in den belagerten Orten bei Damaskus 250 Menschen durch die Luftangriffe und den Artilleriebeschuss Assads und Russlands. Ein Mediziner berichtet über die humanitäre Lage.
In keiner anderen Region Syriens hat Adopt a Revolution so viele Projektpartner.
Selbst nach fünf Jahren der Belagerung und Bombardierung hat die Vertrautheit des Todes die Menschen in Ost-Ghouta nicht abgestumpft. Yassin Al-Haj Saleh über das Leben und Sterben in dem belagerten Vorort von Damaskus.
Mehr als hunderttausend Menschen werden in syrischen Gefängnissen festgehalten, Zehntausende gelten gar als "verschwunden". Eine von Adopt a Revolution unterstützte Menschenrechtsorganisation versucht, ihren Verbleib aufzuklären.
Deutsche Panzer an vorderster Front beim türkischen Angriff auf Afrin - das war der außenpolitische Skandal während der GroKo-Verhandlungen. Gemeinsam mit Campact und urgewald haben wir fast 200.000 Unterschriften gesammelt und gefordert: Keine Waffen an die Türkei! Jetzt liegt der Koalitionsvertrag vor. Das Ergebnis ist beschämend!
In vielen Orten Syriens haben Aktivisten Frühwarnsysteme aufgebaut, um die Bevölkerung vor Luftangriffen zu warnen. Unsere Partner vom Zivilen Zentrum Erbin bringen ein solches System nun auch in ihre Heimatstadt in Ost-Ghouta.
