Humanitäre UN-Hilfe für Nordsyrien – das war schon vor den Erdbeben ein Thema zum Verzweifeln. Nicht ausreichend, stockend und immer auf der Kippe, denn in den vergangenen Jahren hat Russland im UN-Sicherheitsrat mit seinem Veto dafür gesorgt, dass nur noch ein Grenzübergang für UN-Hilfskonvois nach Nordwestsyrien offen ist. Aber stimmt das überhaupt? Wir klären auf.
Während UN-Hilfen auch eine Woche nach den verheerenden Erdbeben-Katastrophe in Nordsyrien nicht ankommen, leisten Partner*innen von Adopt a Revolution in Nordwestsyrien seit dem ersten Tag Nothilfe.
Derzeit erreichen uns viele Anfragen, wie die Nothilfe-Spenden für die Erdbeben-Überlebenden eigentlich konkret wirken und wofür sie genutzt werden. Hier eine Übersicht der am häufigsten gestellten Fragen und die Antworten.
Angesichts der verheerenden Erdbeben muss nun alles getan werden, um humanitäre Hilfe in die zerstörten Gebiete zu bringen. Nur auf den ersten Blick mag in diesem Kontext eine Aufhebung der Sanktionen einleuchtend klingen. Wer genau hinsieht, weiß: Davon profitiert ausschließlich das Assad-Regime.
Am 6.2.2023 hat das schwerste Erdbeben seit 30 Jahren die türkisch-syrische Grenzregion getroffen. Es gibt Hunderte Todesopfer, Tausende Verletzte. Insgesamt sind mehrere Millionen Menschen betroffen - darunter auch unsere Partner*innen.
Das Assad-Regime fordert eine Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen Syrien. Dabei verhindern nicht diese Hilfen für die Erdbebenopfer in Syrien, sondern das Regime selbst. Eine Aufhebung der Sanktionen darf deshalb nicht zur Debatte stehen.
Das schwere Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion hat bereits über tausend Menschenleben gefordert. Internationale Unterstützung wurde für die Türkei zugesagt. Es liegt in der Verantwortung der Internationalen Gemeinschaft, jetzt auch ein Großaufgebot an Hilfe in den ebenfalls schwer betroffenen Norden Syriens zu schicken. Ansonsten stehen Tausende weitere Menschenleben auf dem Spiel.
Im Libanon leben 1,5 Millionen syrische Geflüchtete. In Sicherheit sind sie dennoch nicht. Ihnen fehlt jegliche Lebensgrundlage, zusätzlich sind sie massiven Repressionen, Schikane und aktuell Kälte ausgesetzt. Unsere Partner*innen vor Ort schlagen Alarm: Sie fürchten eine große Abschiebewelle im März nach Syrien.
Im Juni 2023 wählt die Türkei. Um seine Macht zu sichern, bombardiert Erdoğan den Norden Syriens. Hinzu kommt eine Charmeoffensive gegenüber Assad, den er bisher als Terroristen bezeichnete. Die kurdischen Gebiete sind doppelt in Gefahr.
Dass Frauen mehr können (und wollen), als den Haushalt schmeißen und Kinder großziehen, hatte Hanadi schon geahnt. Wie viel in Frauen aber wirklich steckt und wie man sich gegenseitig bestärkt und fördert, hat sie erst im zivilen Zentrum Sawaedna richtig gelernt. Mittlerweile betreibt sie mit drei Partnerinnen eine kleine Werkstatt für Kunsthandwerk und ist überzeugt: Die Ausbildung bei Sawaedna war die beste Entscheidung ihres Lebens.
