Das deutsche Hilfsprojekt "Adopt a Revolution" macht den Vereinten Nationen im Syrien-Krieg schwere Vorwürfe. Die letzte Hilfslieferung nach Aleppo sei im Juli erfolgt, dabei müssten die Menschen sofort mit dem Wichtigsten und Nötigsten versorgt werden, um Humanität zu zeigen. Elias Perabo im Gespräch mit Ann-Kathrin Büsker. Zum Beitrag
Sie laden verschiedene Bevölkerungsgruppen dazu ein, miteinander zu diskutieren, sie dokumentieren Menschenrechtsverletzungen, organisieren Kampagnen zur Stärkung von Frauenrechten - das leisten die AktivistInnen des Fraternity Centers im Nordosten Syriens in Kobani, Hassaka, Ras al-Ayn und Tirpespî.
Die AktivistInnen des Watad-Centers wurden erst in Yarmouk vom Assad-Regime ausgehungert, dann vom IS vertrieben. Dennoch ließen sie sich nicht unterkriegen - mittlerweile haben sie das Watad-Center in Yalda wieder aufgebaut.
Elias Perabo im Gespräch mit Barbara Erbe: "Dass wir eben diese Menschen, die sich auch für unsere humanistischen Werte einsetzen, immer wieder im Stich lassen, macht mich wütend." Zum Beitrag
Woher nehmen Menschen die Kraft, um Bildungsprojekte, Medienworkshops oder Gesprächskreise zu organisieren - obwohl sie unter Bombardements und Belagerung leben? Woher kommt das Interesse, an solchen Angeboten teilzunehmen? Dass inmitten des Kriegs zivilgesellschaftliche Strukturen entstehen, überrascht. Aber nur auf den ersten Blick.
Daraa war einst Ausgangsort der Revolte gegen das Assad-Regime. Doch die Militarisierung des Konflikts hat die Lebensbedingungen der Menschen massiv verschlechtert - und zu Misstrauen der Bevölkerung gegenüber politischem Aktivismus aller Art geführt. Die AktivistInnen des Zivilen Zentrums Daraa versuchen das Vertrauen zwischen BürgerInnen, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft widerherzustellen.
Donald Trump wird im kommenden Januar ins Weiße Haus einziehen. Für Syrien könnte das weitreichende Folgen haben.
Qamishli steht unter kurdischer Selbstverwaltung. Aber hier leben nicht nur KurdInnen, sondern auch AraberInnen, AssyrerInnen, ArmenierInnen, und andere Minderheiten. Im Zivilen Zentrum „Mandela House“ setzen sich AktivistInnen für interkulturellen Dialog und Konfliktbewältigung ein.
In der ständig bombardierten und belagerten Stadt Erbin haben zivile AktivistInnen unterirdische Schulen und ein unterirdisches Ziviles Zentrum gegründet. Unter anderem wollen sie damit ein Gegengewicht zur Dominanz fundamentalistischer Kräfte schaffen.
Ende Oktober fand die Verleihung des renommierten Per-Anger-Preises an unseren Partner Abdallah al-Khateeb statt. In Stockholm las ein Freund Abdallahs dessen eindringliche Rede vor, die wir hier in deutscher Übersetzung dokumentieren.
