Es ist ein düsterer Gedenktag. Heute jährt sich zum zehnten Mal der Giftgasangriff auf Ghouta. Für die Überlebenden gibt es bis heute keine Gerechtigkeit, denn der Verantwortliche, Diktator Bashar al-Assad, ungestraft.
Nach gut einem Monat ist der Grenzübergang Bab al-Hawa für UN-Hilfslieferungen nach Nordwest-Syrien wieder geöffnet. Ein Grund zur Freude? Mitnichten.
Die medizinische Versorgung ist in Idlib am Boden. Bis zu den Erdbeben Anfang Februar konnten Krebspatient*innen zur Behandlung in die Türkei ausweichen. Seitdem wird ihnen die Einreise verweigert. Proteste Betroffener am Grenzübergang zeigen nun Wirkung. Aber das reicht nicht.
Angesichts des türkisch forcierten, lebensbedrohlichen Wassermangels in Nordostsyrien wenden sich dortige Organisationen, darunter vier Partner*innen von AaR, mit dem dringenden Appell an die UN, jetzt einzuschreiten.
Jedes Jahr berichten wir ausfühlich über unsere Arbeit und die Arbeit unserer Partner*innen vor Ort in Syrien. Lesen Sie jetzt unseren Jahresbericht 2022.
Europa leidet unter einer Hitzewelle – in manchen Ländern klettern die Temperaturen bereits auf 40 Grad. In Hassaka, Nordostsyrien, sind sie noch höher, gleichzeitig wird das Trinkwasser knapp. Das Leben von einer Million Menschen ist gefährdet, insbesondere von Geflüchteten. Das ist Kalkül.
Millionen Menschen sind in Nordwestsyrien von humanitärer Hilfe abgeschnitten – der UN-Sicherheitsrat konnte sich auf keine Verlängerung der entsprechenden Resolution einigen. Der zuletzt noch verbliebene Grenzübergang für UN-Hilfslieferungen ist geschlossen. Was nun?
Der UN-Sicherheitsrat konnte sich auf keine Verlängerung der grenzüberschreitenden Hilfslieferungen aus der Türkei nach Nordwestsyrien einigen. Der lebenswichtige Versorgungsweg für über vier Millionen Menschen ist damit abgeschnitten. Die deutsch-syrische Menschenrechtsorganisation Adopt a Revolution fordert deshalb, Hilfslieferungen auch ohne UN-Mandat sicherzustellen.
Unsere Partner*innen in Syrien haben nach den verheerenden Erdbeben durch Ihre Spenden helfen können. Dennoch brauchen sie weiterhin Ihre Unterstützung. Ein Lagebericht.
Das Bundesinnenministerium will subsidiär Schutzberechtigten aus Eritrea den Reiseausweis für Ausländer ausstellen. Diese positive Entwicklung für die Schutzsuchenden aus Eritrea ist auch ein Hoffnungsschimmer für Schutzsuchende aus Syrien und Afghanistan.
