Die deutsch-syrische Menschenrechtsorganisation Adopt a Revolution fordert von Bundeskanzler Olaf Scholz bei seinem Termin mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan klare Worte zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Nordost-Syrien. Eine Neuauflage des EU-Türkei-Deals verbietet sich, denn Erdoğan ist kein legitimer politischer Partner Deutschlands.
151 Organisationen haben sich zusammengeschlossen und angesichts der eskalierenden militärischen Gewalt eine Erklärung mit deutlichen Forderungen an die UN, die EU, die USA und weitere Akteur*innen formuliert. Adopt a Revolution unterstützt dieses Statement.
Zivilgesellschaftliche Organisationen im Nordwesten Syriens, darunter Partner*innen von “Adopt a Revolution”, fordern in einer Stellungnahme zur aktuellen militärischen Eskalation in Nordwestsyrien, ein Ende der Offensive und internationales Eingreifen.
Ermutigt durch Straflosigkeit und internationales Schweigen intensivieren das Assad-Regime und sein Verbündeter Russland ihre Bombardierungen auf Nordwestsyrien. Dabei setzen sie auch international geächtete weiße Phosphorbomben auf zivile Ziele ein. Viele versuchen sich in Sicherheit zu bringen – darunter auch einige unserer Partner*innen. Die Frage ist nur: wohin fliehen?
Militärische Angriffe auf zivile Infrastrukturen verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht. Trotzdem erklärte die Türkei sie am Dienstag öffentlich zu legitimen Zielen in Nordostsyrien. Und zögerte nicht, sie zu bombardieren.
Mit dem Sieg gegen den Islamischen Staat (IS) lüftete sich 2017 der schwarze Schleier, der vier Jahre über der Stadt Raqqa lag. Einige Personengruppen müssen aber immer noch für ihre Sichtbarkeit kämpfen. Das betrifft vor allem Frauen und Menschen mit Behinderung.
In Südsyrien, ausgehend von Suweida, blüht der Protest gegen das Assad-Regime mit einer vielfältigen Bewegung erneut auf. Wir haben mit den Aktivist*innen Lara und Rami* über die aktuelle Lage vor Ort und ihre Ängste gesprochen.
Unsere Partnerinnen vom Frauenzentrum Idlib werden immer wieder Ziel von direkten und indirekten Anfeindungen und Bedrohungen. In den letzten drei Wochen nehmen diese massiv zu. Die lokalen Autoritäten müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist.
Die türkischen Drohnenattacken und russischen Luftangriffe auf den Norden Syriens werden parallel zu den Astana-Gesprächen ausgeweitet und führen diese damit ad absurdum. Das belegt eine aktuelle Studie unserer Partner*innen von Syrians for Truth and Justice (STJ).
In den südlichen syrischen Provinzen Suweida und Daraa sind Protestaktione gegen das Assad-Regime entbrannt. Es sind die größten Demonstrationen in Suweida seit Beginn der syrischen Revolution und täglich gehen mehr Menschen auf die Straßen. Kann das der Funke für ein Strohfeuer sein?
