Zwei Kriegstreiber in Syrien einigen sich – wieder einmal: Erdogan und Putin vereinbarten gestern in Moskau einen Waffenstillstand für Idlib. Doch ohne internationale Absicherung wird dieser keinen Bestand haben. Während die Menschen in Idlib durchatmen können, müssen die EU-Außenminister endlich aktiv werden, denn die Zeit drängt.
Russland und die Türkei haben erneut eine Waffenruhe ausgerufen. Sicher fühlen sich die Menschen in Idlib dadurch nicht. Unsere Partner*innen richten deshalb ihre Worte direkt an Angela Merkel.
An den EU-Außengrenzen eskaliert die Lage – die EU ringt um eine Lösung. Das bleibt auch den Menschen in Idlib nicht verborgen. Unser Partner Raed Abu Rabia aus Saraqib erklärt, warum Europa Idlib nicht länger ignorieren darf.
Angesichts des heutigen Treffens der EU-Außenminister in Zagreb sowie des Treffens zwischen dem türkischen Präsidenten Erdogan und dem russischen Präsidenten Putin fordern Syrer*innen in Videostatements aus Idlib: Schützt Zivilist*innen vor Angriffen, um Fluchtursachen zu bekämpfen!
Angesichts der gewaltsamen Abriegelung der EU-Außengrenzen in Griechenland und der brutalen Vertreibung von Hunderttausenden im syrischen Idlib durch Angriffe des Assad-Regimes und Russlands fordern wir, dass sich die Bundesregierung bei der EU und der UN für folgendes Sofortprogramm zum Schutz der Menschen einsetzt:
Die Türkei hat heute ihre lang angekündigte Operation "Frühlingsschild" in Idlib gestartet, die sie bereits in den vergangenen Wochen vorbereitet hatte. Was sind Erdogans Ziele, mögliche Folgen der Operation und welche Rolle spielt die EU?
Unser Partner Mohammed Shakerdy lebt in Atareb - die Kleinstadt gleicht mittlerweile einer Geisterstadt. Die Front ist nur noch 5 km entfernt. Er weigert sich trotzdem zu gehen – denn solange er den Menschen helfen kann, wird er das tun.
In Idlib läuft die Entscheidungsschlacht des Kriegs in Syrien. Die Türkei verlegt große Truppenverbände in die Region, Diktator Assad und sein Verbündeter Russland intensivieren die Bombardierungen und zwingen Hunderttausende in die Flucht. Die Grenze zur Türkei ist seit dem EU-Türkei-Deal abgeriegelt – drei Millionen Menschen sitzen in der Falle zwischen Assad-Diktatur und islamistischen Milizen. Die Bundesregierung und Europa müssen Antworten bieten!
Wir solidarisieren uns mit Hamza Haddi und Mohamed Haddar, die sich derzeit in Komotini, Griechenland, in
Untersuchungshaft befinden. Den beiden drohen hohe Gefängnisstrafen, weil sie zu Unrecht und willkürlich des "Schmuggels" beschuldigt werden.
In Syrien findet derzeit eine neue Massenflucht statt: Alleine in den letzten drei Tagen sind über 60.000 Menschen durch russische und syrische Angriffe neu vertrieben worden. Viele harren vor der geschlossene türkischen Grenze aus – eine Rückkehr in von Assad kontrollierte Gebiete ist für die Fliehenden ausgeschlossen. Während die humanitäre Krise vor Ort eskaliert, werden in Deutschland Abschiebungen nach Syrien vorbereitet.
