#DefundAssad

Die Fakten

  • 200.000 subsidiär Schutzberechtigte bekommen seit 2018 keinen Reiseausweis für Ausländer mehr
  • Zwischen 300-1000€ kostet ein syrischer Reisepass offiziell
  • Auch anerkannte Flüchtlinge sind oft bei der Einbürgerung mit dem Problem der Passbeschaffung konfrontiert

Erzwungene Passbeschaffung

Fragen und Antworten rund um die Passbeschaffung, sowie eine Rechtsprechungsdatenbank findet ihr hier:

Syrer*innen mit verschiedenen Aufenthaltstiteln werden von den deutschen Behörden aufgefordert, einen nationalen Reisepass bei der syrischen Botschaft zu beantragen – und damit das Assad-Regime mitzufinanzieren. Bei Passgebühren von etwa 300 Euro bis 1000 Euro werden damit in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro in die Kassen des Assad-Regimes gespült. Meist trifft dies Geflüchtete, für die das unzumutbar ist. Das wird von den Behörden aber nur selten anerkannt. In Deutschland betrifft das eineMehrheit der 800.000 Syrer*innen.

Wir fordern:

Kein Geld für den syrischen Folterstaat!

#SyriaNotSafe

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Syrien nach Assad

Nach Jahren von Gewalt und Unterdrückung bietet sich in Syrien erstmals die Chance auf einen demokratischen Neuanfang. Doch Demokratie fällt nicht vom Himmel

Suweida

Die Ereignisse in Suweida sind zur größten Herausforderung für Syriens Bemühungen um den Aufbau eines Staates seit dem Sturz des Assad-Regimes geworden.

Idlib

Die Region Idlib war bis zu dessen Sturz eines der letzten Gebiete, das nicht unter der Kontrolle des Assad-Regimes stand und Millionen Menschen Zuflucht bot. Idlib steht nach den verheerenden Erdbeben 2023 und den jahrelangen Bombardierungen durch das Regime und Russland vor enormen Herausforderungen beim Wiederaufbau. Die humanitäre Lage bleibt weiterhin dramatisch.

Erdbeben

Die Lebensbedingungen waren bereits vor den verheerenden Erdbeben am 6. Februar 2023 im Nordwesten Syriens katastrophal – der Großteil der Bevölkerung war auf humanitäre UN-Hilfe angewiesen. Seit der Naturkatastrophe ist die Not in der Region explodiert. Und Hilfe von außen kaum vorhanden.

Frauenrechte

Im Rahmen unserer Arbeit setzen wir uns für die Selbstbestimmung und Gleichbehandlung der Geschlechter ein. Die Transformation Syriens bietet eine historische Chance, Frauen aktiv in den Wiederaufbau einzubeziehen und ihre Rechte zu stärken. Wir dokumentieren die feministische Arbeit unserer Partner*innen und die geschlechtsspezifischen Themen im syrischen Kontext.

Sanktionen

Als Reaktion auf die gewaltsame Unterdrückung der syrischen Zivilbevölkerung haben die EU, die USA und weitere Staaten Sanktionen gegen das Assad-Regime verhängt. Explizit ausgenommen sind Importe von Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen humanitären Hilfsgütern. Allerdings haben die Sanktionen dennoch Nebenwirkungen für die syrische Zivilbevölkerung. Die Sanktionen sind daher umstritten. Hier sammeln wir Hintergründe, Meinungsbeiträge und Quellen zur Debatte.

Türkei in Syrien

Die Türkei ist eine wichtige Akteurin in Syrien, besonders seit dem ersten türkischen Einmarsch 2018 in Nordsyrien. Teile der Region stehen faktisch unter türkischer Besatzung, die kurdisch geprägte Autonome Verwaltung Nordostsyriens erlebt einen Angriffskrieg, der die Zukunft der kurdischen Bevölkerung in der Region stark beeinflusst.

Ukraine und Russland

Bevor Russland in die Ukraine einmarschierte, war sein Militär schon jahrelang in Syrien aktiv. Dort haben wir die russischen Kriegsverbrechen mitverfolgt und einiges über das autokratische Regime und seine militärischen Taktiken gelernt. Diese Expertise bereiten wir neu auf und legen einen Fokus auf Russland und die Ukraine.

Talking about the Revolution

Talking about the Revolution ist ein Weiterbildungs- und Vernetzungsprojekt: Junge syrische Aktivist*innen arbeiten ihre persönlichen Erlebnisse im unbewaffneten Widerstand gegen die Assad-Diktatur und in der Konfrontation mit dem Terror der Dschihadisten auf, um sich bundesweit auf Veranstaltungen damit Gehör zu verschaffen.

Chemiewaffen

Kaum ein Aspekt des Syrienkonflikts ist Gegenstand einer so erbarmungslosen Propagandaschlacht geworden wie der Einsatz international geächteter Chemiewaffen. Regelmäßig widerlegen wir deshalb Desinformation und tragen Fakten zusammen. Diese Fakten sind eindeutig: UN und OPCW haben dem Assad-Regime den Einsatz von Sarin- und Chlorgas nachgewiesen.

Berichte aus Syrien

Zwischen Zerstörung und Neubeginn machen wir die Stimmen der Menschen in Syrien hörbar – ihre Hoffnung, und Herausforderungen. Vermittelt durch enge Zusammenarbeit mit Partner*innen vor Ort, spiegeln die Berichte Perspektiven direkt aus dem Land wider.

Gefangene

Die syrischen Geheimdienste haben Zehntausende Menschen inhaftiert, gefoltert und ermordet, rund 100.000 Menschen gelten bis heute als verschwunden. Auch viele aufständische Gruppierungen haben Menschen verschleppt.