Der internationalisierte Bürgerkrieg in Libyen hat die Zivilgesellschaft dort massiv marginalisiert. Im Verborgenen wirkt sie weiter. Immer wieder kommt es zu Protesten gegen die Warlords des gespaltenen Landes.
Die syrische Zivilgesellschaft hat nicht darauf gewartet, bis die Covid-19-Pandemie die Flüchtlingslager Nordsyriens erreicht. Doch seit es erste Fälle gibt, verstärken die Aktivist*innen ihre Anstregungen. In Selbstorganisation tun sie alles in ihrer Macht stehende, die Folgen der Katastrophe abzumildern. Unterstützen Sie diese Arbeit mit Ihrer Spende!
Nach der mutmaßlich islamistisch-motivierten Messerattacke in Dresden: Innenminister Wöller lenkt mit Abschiebungsdebatte vom Versagen der Polizeibehörden ab // Auswärtiges Amt stellt fest: Syrien nicht sicher für Abschiebungen
Offenbar ein syrischer Dschihadist hat in Dresden einen Menschen erstochen, einen zweiten schwer verletzt. Reflexhaft werden Forderungen nach Abschiebungen laut. Auch Friedrich Merz, der gerne Bundeskanzler würde, fragt danach. Dabei sind Abschiebungen nach Syrien keineswegs vertretbar – und auch kein geeignetes Mittel gegen islamistischen Terror. Eine Nachhilfe.
Auch im Libanon versucht der Staat die Protestbewegung mit Repressionen zum Schweigen zu bringen. Nicht immer mit Erfolg, wie der Fall Nidal Ayoub zeigt.
Alle sechs Monate entscheidet die Innenministerkonferenz über die Verlängerung des Abschiebungsstopps nach Syrien. Sollte dieser fallen, wären Abschiebungen nach Syrien theoretisch wieder möglich. Daher lohnt sich ein Blick in die Statistik: Welche und wie viele Syrer*innen wären davon bedroht?
Der Friedensnobelpreis 2020 geht an das Welternährungsprogramm der UN. Gut so, in der Welt der Autokraten ist Multilateralismus wichtig. Aber ohne Kritik für ihre Rolle in Syrien lassen wir die UN-Organisation trotzdem nicht davon kommen.
In Syrien haben uns die Islamisten bedroht, drangsaliert und verfolgt. Das Assad-Regime hat uns ausgehungert und bombardiert. Aber unsere Revolution vernichtet hat die russische Luftwaffe. Weil ihr sie gelassen habt! - Ein Beitrag der Aktivistin Huda Khaity
Fünf Jahre russische Intervention in Syrien - was bedeutet das für Zivilist*innen in dem Land, die sich für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte einsetzen? Wir haben bei unseren Partner*innen nachgefragt.
Geflüchtete bekommen in Deutschland eine Asylberechtigung, Flüchtlingsschutz, subsidiären Schutz oder Abschiebungsverbote. Diese Aufenthaltstitel können „widerrufen“ werden, wenn die Behörden davon ausgehen, dass sich die Sicherheitslage im Herkunftsland nachhaltig und grundlegend verbessert hat. Bei Syrer*innen ist das noch selten der Fall - aber die Zahl der Widerrufe steigt.
