Am 30. September, jährt sich der Eintritt Russlands in den Syrien-Krieg. Zur militärischen Strategie des Assad-Regimes als auch seiner russischen Unterstützer gehören bis heute gezielte Angriffe auf Zivilist*innen und zivile Infrastruktur.
In Krisen- und Kriegszeiten wird die Arbeit von Psycholog*innen umso wichtiger, aber auch umso schwieriger. Unsere Partnerin Hiba lebt in Suwaida und hat lange im schulpsychologischen Dienst gearbeitet, ehe sie eine eigene Praxis eröffnete. Hier erzählt sie, wie es ist in einem Überwachungsstaat und im Krieg als Psychologin zu arbeiten.
Mutmaßliche Folterer des Assad-Regimes stehen seit April in Koblenz vor Gericht. Es ist der weltweit erste Prozess im Zusammenhang mit der gewaltsamen Unterdrückung des Aufstands gegen die Diktatur in Syrien – und findet damit weltweit Beachtung. Besonders nah dran an den Entwicklungen vor Gericht ist ein hörenswerter Podcast.
Seit über zwei Wochen erhalten Hundertausende Menschen im kurdisch geprägten Nordostsyrien kein oder nur kaum fließend Wasser mehr vom türkisch kontrollierten Pumpwerk Allouk – und das bei hohen Temperaturen, mitten in der Pandemie. Niemand weiß, wie es weitergeht. Die EU muss jetzt Druck auf die Türkei aufbauen.
Das libanesisch-syrische Café Riwaq war Treffpunkt für alle: Wohnzimmer geflüchteter syrischer Aktivist*innen, antisexistischer Veranstaltungsort, Diskussionsraum nach Demonstrationen. Seit der Hafenexplosion ist die Inneneinrichtung zerstört - dafür kochen hier jetzt Aktivist*innen für die ganze Nachbarschaft.
Wie ist die Lage in Beirut, gut drei Wochen nach der katastrophalen Explosion und den anschließenden Protesten? Wie reagiert die Zivilgesellschaft, wie reagiert der Staat? Wie geht es weiter? Mitarbeiter*innen von Adopt a Revolution besuchen gerade lokale Hilfs- und Protestinitiativen in Beirut und sprechen mit Aktivist*innen. Das sind ihre Eindrücke.
Über Jahre belagerte das Assad-Regime Ost-Ghouta, die Vorstädte von Damaskus. Sie wurden ausgehungert, bombardiert – und mit Giftgas beschossen. Heute ist die Region ein Hotspot der Corona-Pandemie. Der Aktivist Omar berichtet im Interview.
Heute vor sieben Jahren starben in Ost-Ghouta rund 1.300 Männer, Frauen und Kinder beim bislang schwersten Giftgasangriff im Syrien-Krieg. Die Täter wurden bis heute nicht bestraft. An dieses ungesühnte Kriegsverbrechen müssen wir immer und immer wieder erinnern - bis es Gerechtigkeit gibt. Auch in Deutschland.
Vor sieben Jahren starben in Syrien rund 1.300 Menschen am Nervengift Sarin. Überlebende des Angriffs, Angehörige von Opfern und Zeugen leben auch in Deutschland. Zum Jahrestag erinnern sie an das grausige Kriegsverbrechen und klagen an.
Die Situation in Libanon ist so kompliziert wie die Geschichte des Landes. Wirklich. Wir klären die wichtigsten Fragen so kurz es geht – zur Explosion in Beirut, zu den Massenprotesten und zu den zentralen politischen Akteuren.
