Mit about:syria fördern wir Dialog- und Diskussionsprojekten in Syrien und in der Diaspora in Deutschland.
Morgen entscheidet der Bundestag über ein neues Mandat der Bundeswehr im Rahmen der Anti-IS-Koalition, wonach der Einsatz in Syrien endet. Erst Ende letzter Woche hatte sich der sogenannte »Islamische Staat« im Nordosten Syriens mit einer versuchten Gefangenenbefreiung zurückgemeldet, bei der über 180 Menschen ums Leben kamen. Zivilgesellschaftliche Organisationen aus Nordostsyrien fürchten, dass die Bundesregierung den Ernst der Lage unterschätzt und fordern mehr zivile Maßnahmen gegen den »IS«.
Von den deutschen Medien kaum beachtet vollzieht sich im nordostsyrischen Hasakeh zur Stunde immer noch eine schreckliche Katastrophe, für die Deutschland sowie alle westlichen Staaten große Mitverantwortung tragen. Der IS-Angriff auf das Al-Sina'a-Gefängnis hält seit fünf Tagen an - und darf nicht länger unbeachtet bleiben.
Lebenslange Haft lautet das Urteil des Oberlandesgericht Koblenz für Anwar R., einen ehemaligen Geheimdienstler, der unter anderem Folter in über 4000 Fällen und mindestens 27 Morde im Al-Khatib-Gefängis verantwortet. Überlebende des Assadschen Folterregimes und Hinterbliebene der Opfer sehen das Urteil als ein wichtiges Zeichen - aber nicht als Genugtuung. Denn in Syrien dauert die Folter an. Daran haben heute in Koblenz etliche Menschen erinnert.
Das Oberlandesgericht Koblenz hat den ehemaligen syrischen Geheimdienstoffizier Anwar R. wegen tausendfacher Folter, Dutzenden Morden und sexualisierter Gewalt zu lebenslanger Haft verurteilt. Erstmals wird damit ein höherer Offizier des Assad-Regimes wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit belangt. Wie bewerten Syrer*innen das Urteil und den Prozess?
Pressemitteilung zum Koblenzer Prozess zu Staatsfolter in Syrien: Bundesregierung muss Bundes-Abschiebestopp für Syrien schaffen / Zwang zum Passkauf bei Assads Botschaften beenden / Legale und sichere Fluchtwege eröffnen / Internationale Rehabilitierung des Assad-Regimes verhindern / Folter in Syrien dauert Tag für Tag an
Mutmaßlich russische Luftangriffe haben in der Region Idlib landwirtschaftliche Betriebe und ein wichtiges Wasserpumpwerk zerstört sowie etliche Zivilist*innen getötet. Die neue Bundesregierung hat sich nicht geäußert – dabei sollte sie jetzt Alles daran setzen, dass Putin die Angriffe auf die zivile Infrastruktur einstellt. Die Bevölkerung Nordwestsyriens braucht dringend internationalen Schutz.
Warum organisieren unsere Partner*innen Kurse zum Personenstandsrecht in im Schlamm versinkenden Flüchtlingslagern? Das und vieles mehr hat uns die Leiterin eines von uns unterstützten Frauenzentrums in Idlib über ihre Arbeit erklärt.
Warum verliert die türkische Lira immer weiter an Wert? Wie verursacht Erdoğan diese Inflation? Der Blick auf die Türkei und auf die Region Idlib zeigt, wie ein realitätsfremder Chauvinist Millionen von Menschen an den Rand ihrer Existenz bringt.
Sami ist aus Syrien über Belarus und Polen nach Deutschland geflohen. Im Interview erzählt er, wie seine Flucht aussah und wie desaströs die menschenrechtliche Situation ist - in Syrien, aber auch an der europäischen Außengrenze.
